Archive - Juni 2018

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Schuppenflechte in Gelenken
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Ultraschalltechnik könnte die Entnahme von Lebergewebe ersetzen

Schuppenflechte in Gelenken

Neue Therapien bei Psoriasis-Arthritis

Mit Rheuma werden gemeinhin Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen bezeichnet, oft einhergehend mit einer Einschränkung der Funktionsfähigkeit. Etwa 200 bis 400 einzelne Erkrankungen werden mittlerweile unter Rheuma verzeichnet, die sich im Beschwerdebild,dem Verlauf und der Prognose sehr unterscheiden. Entgegen weit verbreiteter Meinung ist es keine Erkrankung nur älterer Menschen, betont Prof. Christoph Baerwald, 1. Sprecher des Rheumazentrums am Universitätsklinikum Leipzig anlässlich des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober.Selbst Kinder und Jugendliche können darunter leiden. Die Krankheit sei auch über die
Weltbevölkerung relativ gleich verteilt.

Beim „Gesprächsforum für Patienten und Ärzte zum Welt-Rheuma-Tag“ am Mittwoch, 25. Oktober,gilt ein thematischer Schwerpunkt der Psoriasis-Arthritis, also der Form der Schuppenflechte mitentzündlicher Beteiligung der Gelenke. Hier können neue Therapiemöglichkeiten vorgestellt werden.Die weiteren Themen des Abends widmen sich der Frage, wieviel Sport mit künstlichen Gelenken möglich ist, sowie dem Pflegestärkungsgesetz und seinen Auswirkungen auf Praxis und Reha

In Deutschland leiden von 100.000 Menschen etwa 100 bis 250 an einer
Psoriasis-Arthritis, mit ziemlich gleicher Verteilung zwischen Frauen und Männern. Die Krankheit manifestiert sich meist im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Fünf unterschiedliche Verlaufsformen können unterschieden werden, je nachdem, ob große oder kleine Gelenke betroffen sind. Einige sind aggressiv, sie zerstören die Gelenke relativ schnell. „Deswegen sind wir sehr froh über die neuen Therapien, weil mit ihrer Hilfe nun auch die zerstörerische Form der Arthritis günstig beeinflusst werden kann“, so Prof. Baerwald. „Mit den Vorträgen des Abends setzen wir Impulse, danach hoffen wir auf viele Fragen unserer Zuhörer.“

Am Rheumazentrum des UKL werden jährlich etwa 2000 Patienten behandelt. Die Zahl der Erkrankungen blieb in den vergangenen Jahren relativ gleich..

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Ultraschalltechnik könnte die Entnahme von Lebergewebe ersetzen

Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben erfolgreich eine neue Technik zur Untersuchung von übergewichtigen Jugendlichen mit Lebererkrankungen getestet.

Die sogenannte Time-harmonic Elastography (THE) ermöglicht es, den Schweregrad der Erkrankung zu bestimmen, ohne dass den Patienten Lebergewebe entnommen werden muss. Im Fachjournal  Radiology* wurden die Ergebnisse jetzt veröffentlicht. Die nicht-alkoholische Fettleber ist die häufigste chronische Lebererkrankung bei übergewichtigen Jugendlichen. Im günstigen Fall verläuft die Krankheit über Jahrzehnte relativ stabil, ohne große Beeinträchtigung der Leberleistung. Bei einem fortschreitenden Verlauf bildet die entzündete Leber zu viel Bindegewebe – ein Stadium, das man als Leberfibrose bezeichnet. Schließlich kann der zelluläre Aufbau der Leber als Ganzes geschädigt werden und die sogenannte Leberzirrhose setzt ein.

„Die auf Ultraschall basierende Time-harmonic Elastography ist eine neuartige Untersuchungsmethode zur Messung der Leberfibrose, die ohne Entnahme von Lebergewebe des Patienten auskommt“, erklärt der Kindergastroenterologe Dr. Christian Hudert vom Sozialpädiatrischen Zentrum der Charité. Bisher kann man das Stadium der Lebererkrankung nur mit Hilfe einer Untersuchung des entnommenen Lebergewebes genau bestimmen. Als bildgebendes Verfahren ist die Elastographie in der Lage, die unterschiedliche Elastizität verschiedener Gewebe sichtbar zu machen. Bei einer Leberfibrose ist das mit mehr Bindegewebe durchsetzte Organ wesentlich steifer als eine gesunde Leber. Die Lebersteifigkeit ist somit ein Maß für das Voranschreiten der Erkrankung.

Das Besondere an der THE-Technik der Charité ist die Liege, auf welcher der Patient untersucht wird:
Sie erzeugt Vibrationswellen, ähnlich einem Massagestuhl. Per Ultraschall können diese Wellen nun im
Lebergewebe gemessen werden und geben Aufschluss über die Lebersteifigkeit. Im Unterschied zu bisherigen elastographischen Methoden zeichnet sich dieses Verfahren durch eine große Messtiefe aus. Damit ist sie auch besonders gut zur Untersuchung stark übergewichtiger Patienten geeignet. In der Studie wurde die neu entwickelte Methode bei 67 Jugendlichen mit einer nicht-alkoholischen
Fettlebererkrankung angewandt. Über die Messung der Lebersteifigkeit wurde der Grad der  eberfibrose bestimmt. „Die Anwendung der THE zeigte, dass Patienten mit keiner oder milder Fibrose mit hoher Genauigkeit von Patienten mit moderater oder fortgeschrittener Fibrose unterschieden werden konnten“, fasst Dr. Hudert das Ergebnis der Studie zusammen. Sollte sich die Technik in weiteren Studien als erfolgreich erweisen, könnte die für Patienten belastende Entnahme von Lebergewebe zukünftig seltener notwendig sein. Darüber hinaus eignet sich die Methode für die Langzeitbeobachtung und kann dazu beitragen, den Erfolg der Therapiemaßnahmen zur Gewichtsreduktion
und deren Einfluss auf den Verlauf der Lebererkrankung zu überprüfen.

Quellen:
*Hudert CA et al. US Time-Harmonic Elastography: Detection of Liver Fibrosis in Adolescents with Extreme Obesity with Nonalcoholic Fatty Liver Disease. Radiology, May 15 2018. DOI: 10.1148/radiol.2018172928.Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) Charité – Universitätsmedizin Berlin
weitere Infos: Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)
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